Schleifen/Polieren: DSPIAE (Teil 2)

Dies ist Teil 2 der Review-Serie zu den Schleifmittelprodukten von DSPIAE. Teil 1 findest du wenn du diesem Link folgst.

 

 

Sunmight Film slebstklebendes Schleifmittel

Bei diesem Schleifmittel spielt der Träger eine wichtige Rolle. Es handelt sich dabei nicht um ein “Papier”, sondern eine Art Kunststoff-Film, welcher das Schleifmittel gleichmäßiger ausrichtet und somit tiefe Kratzer reduziert und es soll laut Hersteller seine Stärken im Resin-Bereich ausspielen. Durch diese Struktur, klassifiziere ich die Körnungen allerdings um eine Stufe feiner ein, als angegeben. D. h. dass z. B. die 400 Körnung, eher dem Resultat einer 600 Körnung (wenn auch nicht ganz), laut meinen Beobachtungen entspricht.

In meinen ersten Tests war ich mit den Resultaten zufrieden, wenngleich ich auch nicht wirklich einen Unterschied zu dem normalen Schleifpapier von DSPIAE feststellen konnte. Der Schliff ist nicht so aggressiv, wie bei normalen Schleifpapier und es wird dementsprechend weniger Material entfernt. Dieses Schleifmittel ist zudem selbstklebend und wird in der Größe 20 cm x 25 cm ausgeliefert. Der Filmträger ist allerdings etwas starr, weshalb dieser schlecht auf unebenen/porösen Flächen klebt (wie den Holzstielen oder auch die gerillte Seite vom Cerberus Griff). Der Kleber vom Filmträger hält auch nicht gut, wenn es eine zu starke Biegung gibt (z. B. durch umklappen auf beiden Seiten des Holzstiels). Verstopfte Poren lassen sich einfach reinigen, der Kleber ist allerdings nicht ganz Wasserresistent und löst sich selbst vom Aluboard gerne ab. Die Standzeit muss ich noch etwas genauer ergründen. Aktuell empfinde ich diese als guten Durchschnitt. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass diese so lange hält wie das normale Schleifpapier von DSPIAE.

Wenn überhaupt, werde ich dieses Schleifmittel verstärkt bei Präzisionsarbeiten wie Kanten, Gravuren und schwer erreichbaren Stellen einsetzen da hier der starre Folienträger einen Vorzug durch die bessere Handhabung bringt.

Eine gute Ergänzung für Detailarbeiten, jedoch kein Muss

 

 

PS-75 (ersatz) Schleifblock

Der PS-75 Schleifblock (der aus einer Art hartem Kunststoff und nicht Metall zu bestehen scheint) ist eigentlich ein Ersatzteil für den “Multi-Angle Sanding Slider” von DSPIAE. Ich zweckentfremde diesen Schleifblock jedoch etwas. Grund dafür ist, dass manchmal das Teil zum Schleifpapier und nicht das Schleifpapier zum Teil kommen muss.

Du kennst eventuell schon die Situation, wo du ein Teil mit der einen Hand festhältst und mit der anderen Hand versuchst das Schleifpapier zu verwenden, jedoch das Teil immer wieder aus den Fingern entgleitet. In dem Fall kann es helfen das Schleifpapier auf der Arbeitsmatte oder einer planen Fläche hinzulegen und nur das Teil darüber zu bewegen. Schade dass sich dann aber meistens das Schleifpapier mit bewegt und wegrutscht oder man dadurch nicht gut sieht ob man jetzt das Teil gerade oder etwas schräg über das Schleifpapier hält.

Um mir in dieser Situation Abhilfe zu schaffen, habe ich diesen Schleifblock bestellt. Man kann bis zu zwei Körnung anbringen. In meinem Fall #400 und #800. Der Schleifblock kann so auf der Matte platziert werden. Durch seine Form kann dieser sehr leicht festgehalten werden, ohne weg zu rutschen. Alternativ klemme ich den Schleifblock gerne mal in einen Schraubstock ein, so dass ich den Winkel so einstellen kann, dass ich bessere Sicht darauf habe.

Für mich ein gutes Hilfsmittel, was ich nicht mehr missen will

 

 

Cerberus

Unter der Bezeichnung “Cerberus” vertreibt DSPIAE ein Sandingboard, was ich persönlich als Luxusprodukt klassifizieren würde. Es ist (lediglich) ein hochwertiger Griff der aus Aluminium gefertigt ist und es in Schwarz, (Space) Grau und Rot gibt. Auf den zwei Seiten gibt es Aussparungen um dort das vorgeschnittene Schleifpapier (natürlich auch von DSPIAE) aufzukleben. Eine Seite der Aussparung ist gerillt und soll eine höhere Schleifwirkung erzielen und diese Seite ist dementsprechend eher für grobere Körnungen geeignet. Die andere Aussparung ist glatt und für feinere Körnungen ausgelegt.

Tatsächlich liegt der Griff gut in der Hand. Für mich ist der Griff allerdings zu groß und zu klobig für die kleineren Teile von Gundam-Kits.

Ein nettes Luxusspielzeug. Es gibt jedoch bessere Alternativen.

 

 

Sandingboards mit Griff

Neben den flachen Sanding Boards, hat DSPIAE nun auch eine hochwertige aus Aluminium gefertigte Serie mit Hubbel, welcher als Griff dient, eingeführt. Auf der Unterseite kann u. a. das vorgeschnittene Schleifpapier von DSPIAE aufgeklebt werden. Die größe der Fläche ist extra darauf ausgelegt. Speziell an dieser Serie ist, dass es diese Sandig Boards auch noch mit abgerundeter sowie einer mit 90° abgewinkelten Schleiffläche gibt. Hierzu habe ich leider keine Bilder, da ich nur für die flache Variante eine Verwendung habe.

Die Form mit Griff und die Fertigung aus Aluminium sind ein deutlicher Plusfaktor für diese Boards von DSPIAE. Ich hatte bereits eine andere Marke, die aus Plastik gefertigt war und nach kurzer Zeit leider gebrochen ist.

Kann man sich durchaus gönnen

 

 

Photo-Etched Sanding Board

Fotogeätzte Schleifboards gibt es bereits länger von Madworks, Alexen Model oder Infini. Doch auch DSPIAE hat nun in diesem Segment nachgelegt und ein Set von 6 Schleifboards mit der Bezeichnung ES-S sowie das gleiche Set, zusätzlich jedoch mit Ständer unter ES-R herausgebracht. Die Formen variieren immer etwas von Hersteller zu Hersteller. Neu bei DSPIAE ist allerdings, dass Gummipads beigelegt werden, die am Griffende auf beiden Seiten aufgeklebt werden können. Dies ist ein deutliches Plus in der Ergonomie. Die Sandingboards selbst sind komplett geätzt und auf einem Plastikfilm aufgeklebt. Man benötigt also hier keine Schere oder Seitenschneider um diese zu lösen. Anders ist es jedoch beim zusätzlichen Ständer vom ES-R Set. Dieser hat noch einige Haltepunkte, welche durchtrennt (und evtl. etwas abgefeilt) werden müssen.

Der Ständer muss zudem zurecht gebogen werden. Die Anleitung dafür ist auf der Verpackung aufgedruckt, ist aber auch so kein Problem, da bereits die Biegewinkel mit eingeätzt wurden und man praktisch keinen Fehler beim Zusammenbau machen kann. Es gibt auch 2 Gummipads für die Unterseite vom Ständer, damit dieser nicht rutscht. Nach anfänglicher Skepsis kann ich auch berichten, dass der Ständer robuster ist, als es den Anschein macht.

Die Sandingborads hingegen könnten etwas stärker sein und biegen sich bereits bei etwas Druck, leicht durch. Hier sind die Sandingboards von Madworks besser verarbeitet um nur ein Beispiel zu nennen.

Insgesamt gesehen gefällt mir die Gummihalterung und der Ständer sehr gut. Allerdings sollte man das Set irgendwo hinstellen, wo kein Windzug besteht, da sonst die Sanding Boards dauernd gegen den Ständer schlagen und eine nervtötende Soundkulisse entstehen kann. 3,5 € für das komplette Set inkl. Ständer ist auch mal eine ordentliche Preisansage für die Konkurrenz.

Gummipads, Ständer und super Preis. Da fällt die Entscheidung nicht schwer.

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